Jedes Jahr gedenkt der Profifußball rund um den 27. Januar, dem Tag der Befreiung des KZ Auschwitz, der Opfer des Nationalsozialismus. Seit 20 Jahren beteiligen sich die DFL Deutsche Fußball Liga sowie die Klubs der Bundesliga am „Erinnerungstag im deutschen Fußball“ im Zusammenspiel mit der Initiative „!Nie Wieder“. Auch Eintracht Frankfurt widmet sich einmal mehr diesem wichtigen Thema und hat im Museum zwei Veranstaltungen geplant.
27. Januar, 19.30 Uhr: Die Entstehung der „Judenklubs“: Antisemitismus und Jüdische Identitäten im europäischen Fußball
Am Vorabend des Champions-League-Spiels gegen den Tottenham Hotspur FC stellt Dr. Pavel Brunssen sein Buch „The Making of ‚Jew Clubs‘“ im Eintracht Frankfurt Museum vor.
Warum skandieren nicht-jüdische Fußballfans „Yid Army“ oder zeigen Banner mit der Aufschrift „Super Juden“ – und das ausgerechnet für Vereine, die sich nie als jüdisch verstanden haben? In seinem Buch „The Making of ‚Jew Clubs‘“ untersucht der Autor Dr. Pavel Brunssen, wie Vereine wie der FC Bayern, FK Austria Wien, Ajax Amsterdam und Tottenham zu sogenannten Judenklubs wurden – und welche Rollen Antisemitismus, Philosemitismus und jüdische Identitäten dabei spielten.
Mit einem neuen Zugang zu Holocaust-Erinnerung, Sportgeschichte und jüdischen Studien zeigt „The Making of ‚Jew Clubs‘“, wie Fußballkulturen das Verhältnis Europas zu seiner jüdischen Vergangenheit widerspiegeln – und aktiv mitgestalten.
Der Eintritt ist kostenlos, Anmeldung unter spurensuche@eintrachtfrankfurt.de.
28. Januar: Die Stolperstein-Initiative auf der Waldtribüne
Vor dem Spiel gegen die Spurs stellt sich die Stolperstein-Initiative auf der Waldtribüne vor dem Museum vor. Um 20 Uhr berichtet Martin Dill über die Aktivitäten, an denen sich die Eintracht seit mittlerweile fast 20 Jahren beteiligt. Ab 27. Januar gibt es auch den Podcast „Eintracht vom Main“ zu hören, in dem Martin Dill über die Arbeit der Initiative berichtet. Denn: Frankfurt vergisst nicht!

