In der sechsten Auflage des Projekts Spurensuche stehen die Sportvereine in und um Frankfurt im Zentrum, um Vereinsvertreter und -vertreterinnen zu motivieren, ihre eigene Geschichte aufzuarbeiten sowie ihnen dabei fachliche Unterstützung bei der Auseinandersetzung mit der NS-Zeit zu bieten und Rechercheimpulse zu geben.
Das Projekt Spurensuche wird organisiert vom Eintracht Frankfurt Museum und dem Bereich Fans und Fankultur der Eintracht Frankfurt Fußball AG sowie dem Fritz Bauer Institut und dem Sportkreis Frankfurt.
27. bis 29. März: Abschlussreise
Die Abschlussreise der Spurensuche führt dieses Jahr nach Nordhessen. Die gesamte Zeit über steht den Teilnehmenden ein Bus zur Verfügung. Auf dem Weg zum Hotel in Kassel macht die Gruppe Halt in den Arolsen Archives im nordhessischen Bad Arolsen. Im weltgrößten Archiv zu Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus gibt es eine Führung durch Ausstellung und Archiv. Außerdem werden von 14 bis 17 Uhr Recherchemöglichkeiten und -methoden erläutert. Nach der Ankunft im Hotel in Kassel ist ein gemeinsames Abendessen für Selbstzahler angedacht.
Am Samstag folgt der Besuch der Erinnerungs- und Gedenkstätte Wewelsburg und deren Dauerausstellung von 10 bis 12.30 Uhr. Sie informiert sowohl über die lokalen Tätigkeiten der Schutzstaffel (SS) in Wewelsburg als auch über die allgemeine Geschichte der Schutzstaffel der NSDAP. Zugleich wird hier der Opfer der SS-Gewalt gedacht. Nach einer Mittagspause – Gastronomie gibt es vor Ort – folgt von 14 bis 15.30 Uhr eine Geländeführung. Anschließend bleibt genug Zeit für eine gemeinsame Reflexion.
Am Sonntag steht ab 10 Uhr der Besuch der Gedenkstätte Breitenau, einem frühen Konzentrationslager und ab 1940 ein Arbeitserziehungslager, auf dem Programm, bevor die Rückfahrt nach Frankfurt ansteht.
Die Teilnahmekosten belaufen sich auf 290 Euro pro Person. Wer Interesse an der Teilnahme oder Rückfragen hat, melde sich gerne unter spurensuche@eintrachtfrankfurt.de.

